Sind Sie ein Flachatmer? Der Atemweg in die Angstfreiheit.

Angst gehört zum Leben. Im Beruf als auch im Privatbereich. Eigentlich ein ganz natürliches Gefühl.
Jedoch ist Angst für die Wirtschaft ein Kostenfaktor, der in die Milliarden geht. In deutschen Unternehmen leiden ca. 60,0 % aller Mitarbeiter unter Angst am Arbeitsplatz. Die Kosten entstehen unter anderem durch den Missbrauch von Psychopharmaka, Alkohol sowie Mobbing, innere Kündigung und unüberlegte Fluktuation.

Angst hat viele Gesichter

Sie gehört einfach zur Grundausstattung der menschlichen Gefühlspalette.

  • Angst vor persönlichem Versagen
  • Angst vor der Konkurrenz
  • Angst vor Veränderungen
  • Angst vor Konflikten
  • Angst vor Erfolg

Und entgegen der "offiziellen" Meinung: Auch Führungskräfte und Manager haben diese Angst. Denn Angst kümmert sich nicht um die Position, die man innehat. Und in der richtigen Situation und in angemessenem Umfang kann Angst auch im Führungsalltag überlebensnotwendig sein.
Und doch: Gerade Erfolgsmenschen leiden viel häufiger unter unbegründeten und überzogenen Ängsten als landläufig angenommen. Und das ist noch heute ein Tabu-Thema in Wirtschaftskreisen.

Endlich Chef - was nun?

Eine Führungsaufgabe wird niemandem geschenkt. Und irgendwann auf dem Weg kommen die ersten existenziellen Fragen. Sie merken, dass die Luft mit jedem Karrieresprung immer dünner wird. Und Sie müssen immer öfters einsame Entscheidungen treffen. Der Stress wird größer.
Anfangs mag der Weg vom Büro nach Hause noch ausreichen, um das alles abzubauen. Aber dann? Merken Sie, wie kurzatmig Sie geworden sind?
Die meisten Manager sind Flachatmer. Der Atemrythmus ist kurz und oberflächlich. Eine gesunde Vollatmung ist bei Führungskräften selten anzutreffen. Diese Tatsache hat aber fatale Auswirkungen: denn 30 bis 40% des Atemsauerstoffs werden für die Hirnarbeit benötigt! D.h. dass bei Flachatmern andere Bereiche des menschlichen Organismus zu kurz kommen. Dies zieht Konsequenzen wie Magen-Darm-Störungen, Schlafstörungen und Herzbeschwerden etc. mit sich.
Und es entsteht Angst,

  • den Ansprüchen nicht mehr zu genügen,
  • den großen Belastungen nicht mehr standzuhalten
  • in wichtigen Gesprächen nicht mehr zu überzeugen usw.

Atmung ist mehr als Sauerstoffzufuhr

Wir können uns in der Wirtschaft keine Ausfälle leisten. Wohl dem, der sich mit Entspannung, sportlicher Betätigung und anderen Möglichkeiten sein inneres Gleichgewicht findet. Oder Sie kümmern sich um Ihren Atem. Denn Atmung ist mehr als reine Sauerstoffzufuhr.

  • Atemberaubend schön
  • Erst einmal tief durchatmen
  • Atemlos werden
  • Es nimmt mir die Luft zum Atmen
  • Ich könnte in die Luft gehen

Diese und ähnliche Redewendungen deuten auf die wichtigste Funktion hin: das Atmen. Pro Tag atmen wir Menschen etwas 20.000-mal. Erst wenn die "Luft dünn wird", werden wir uns dieser Urbewegung bewusst. Doch dann als Störfaktor. Besser wäre es, sich vorher mit dem Atmen zu beschäftigen.
Achten Sie auf Ihren Atemrhythmus. Nehmen Sie die Leichtigkeit des Atems wahr. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, den Atem holen zu müssen. Luft holen ist ein aktiver und willentlich gesteuerter Vorgang. Sie pumpen Ihre Lungen auf, heben die Schultern und kann eher eine Gefühl von Enge und Belastung erzeugen. Dabei ist ihr Ziel doch Entlastung.

  • Lassen Sie den Atem kommen, ohne nachzuhelfen.
  • Lassen Sie ihn gehen bis zum Ende des Ausatems.
  • Und warten Sie, bis er von selbst wieder kommt, ohne den Atem anzuhalten.

In Angstzuständen spüren wir den Atem wenn überhaupt, dann nur im oberen Bereich des Körpers. Es ist ein flacher, oftmals kleiner Atem. Wir spüren den Druck und die Belastung im Herzraum oder Schultern. Es gelingt selten, richtig durchzuatmen.
Der Atem ist aufgrund seiner Sonderstellung die Verbindung zwischen dem Körper, dem Geist und der Seele. Erhält er wieder mehr Raum, verliert die Angst mehr und mehr ihre Macht. Mit dem Atem dehnt sich die gesamte Persönlichkeit aus der Enge des Kopfes bis in die Füße.

Weitere Informationen

Quelle: Die Angst bändigen, souverän bleiben! von UNGER, Magdalena. Beltz Verlag 2005.
Dort erhalten Sie auch praktische Atem-Übungen fürs Office und erfahren mehr über den "Erfahrbaren Atem". Weitere wichtige Informationen erhatlen sie auch direkt unter www.magdalena-unger.de

 

Alle Erläuterungen zu Wellness-Themen auf 4managers dienen ausschließlich der persönlichen Unterstützung des Lesers. Die Erläuterungen sind weder als Diagnose, Rezept noch zur Behandlung von Krankheiten oder gesundheitlichen Beschwerden gedacht. Sie können und wollen keine medizinische Betreuung oder Behandlung ersetzen. Die Erwähnung eines Produkts, einer Dienstleistung oder einer Therapie stellt keine Empfehlung dar. Kommentare von Fremdautoren geben die Meinung dieser Autoren wieder und nicht die der Herausgeber. Bitte treffen Sie Ihre persönlichen, eigenverantwortlichen Entscheidungen in Gesundheitsfragen immer zusammen mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

Werbung
Wellness Twitter

Alte Muster durchbrechen http://t.co/4DK5OcRz

Ralf Bauer entspannt die Freizeitmesse http://t.co/Cd8ziviz

Hier gibt?s Bier zum Reinlegen

Werbung
Werbung