Yoga im Westen
Angekommen
Das moderne Leben ist so angefüllt von Stress und Anstrengung, nervöser Anspannung und Überreizung, Leidenschaften und Eile. Wenn die Menschen nur etwas von den grundlegenden Prinzipien des Yoga in die Praxis umsetzen, sind sie besser gewappnet, um ihr komplexes Leben zu meistern.” (Swami Sivananda)
Yoga ist schon lange in der westlichen Kultur angekommen. Während im Herkunftsland Indien die Körperstellungen nur Nebeneffekt sind, spielen sie hier im Westen eine größere Rolle. Vielleicht weil die Mensche mehr davon geprägt sind, etwas Materielles spüren und sehen zu wollen. Aus diesem Grund haben viele westlich geprägter Yoga-Richtungen (vor allem Hatha-Yoga) die asansa (Körperhaltungen) und pranayamas (Atemübungen) als zentralen Bestandteil aufgenommen.
Wobei sich wenige bewusst sind, dass sie den Pfad des Yoga eingeschlagen haben, noch bevor sie die erste Übung gemacht haben.
Schon auf dem Pfad?
Wann wenden sich Menschen Entspannungsmethoden / dem Yoga zu? Dann wenn sie an einem Punkt in ihrem Leben angekommen sind, an dem ein Umdenken von nöten ist. Wenn Streß das Leben bestimmt, wenn Burn-out droht, wenn Unzufriedenheit oder Ängste sich ausbreiten
Man spürt, dass es Zeit ist, „etwas“ zu ändern. Sei es, weil gesundheitliche oder seelische Leiden drücken. Das Leben neu strukturieren, alte Gewohnheiten fallen lassen und Verhaltensweisen neu überdenken oder Muster abgeben. Wieder Freude, Zufriedenheit und Glück spüren.
Genau jetzt hat dieser Mensch eigentlich schon den Pfad des Yoga betreten.
Yoga wird im Yoga-sutras als „das zur Ruhe bringen der Gedanken“ definiert. Und Patanjali erkannte: Ein unruhiger, zerstreuter Geist führt zu unruhigen und zerstreuten Handlungen. Was das heute heißt: Am Ende steht körperliche und geistige Erschöpfung (Burn-out).
Heute kann jeder aus dem Stehgreif mindestens 5 Stressoren aufzählen, die ihn unruhig werden lassen. Und es gibt unzählige Gründe, die jeden, nicht nur Führungskräfte daran hindern, ruhiger, klarer und zufriedener zu werden.
Ob auf der Suche nach Entspannung, auf dem spirituellen Weg. Yoga bietet in seiner Vielfältigkeit für jeden den richtigen Anknüpfungspunkt. Es gibt Yoga-Richtungen innerhalb der Yoga-Lehre, die das meditative Entspannen in den Vordergrund stellen. Yoga kann aber auch hartes körperliches Training sein.
Inwieweit man tiefer in die Philosophie und Religion, die dahinter stecken, eintaucht, sollte jeder für sich entscheiden. Unabhängig davon ist Yoga eine hervorragende Möglichkeit, Stress abzuschütteln und die Beweglichkeit zu erhöhen und ein Erfahrungsweg, den es interessant sein könnte, zu beschreiten.
Positive Effekte
Positive gesundheitliche Effekte sind für mehr als vier von zehn deutschen Managern/Unternehmern ein besonders wichtiger Grund für ihr Interesse an den Themen Yoga oder Meditation, gefolgt vom Thema Stressabbau, welches noch mehr als jede dritte Führungskraft als vorherrschendes Motiv angibt, so die Ergebnisse einer Anfang 2009 von TNS Infratest realisierten Umfrage.
Die Praxis dieser Techniken führt zu einer tiefen, kraftvollen Gelassenheit, welche eine ideale Basis für die Anforderungen eines leistungsorientierten Lebensstils bildet – gerade auch in Krisenzeiten.
"Daher wundert es uns nicht, dass von den deutschen Unternehmern, leitenden Angestellten und leitenden Beamten jeder vierte Praktizierende seine Praxis aktuell sogar intensiviert.", kommentiert Oliver Kulter, Trainer und Inhaber von Innervestment, ein weiteres Ergebnis der Umfrage.
Die Übungen des Yoga entwickeln ein erweiteres Körperbewusstsein und eine Ruhe des Geistes / Mind. Und tatsächlich wurden auch in diversten Studien zu Yoga und Meditation gesundheitlich positive Effekte vermerkt.
- Durch die Körperübungen wird die Wirbelsäule gestärkt, die Haltung verbessert, das Nervensystem stimmuliert. Dies schützt vor Rückenschmerz, Osteoporose, Verspannungen werden gelöst.
- Muskeln, Gelenke, Bänder und auch Organe werden durch bestimmte Übungen massiert, gestreckt, was die Flexibiltät und die Spannkraft des Körpers erhöht.
- Die Sauerstoffversorgung wird durch eine bessere Durchblutung erhöht, eine Entgiftung angeregt.
- Der Körper kommt in ein biochemisches, emotionales und geistiges Gleichgewicht. Das Immunsystem wird gestärkt.
- Durch regelmäßiges Üben aufeinander abgestimmter Körperstellungen (asansa) werden Energiekanäle frei, die vitale Energie (prana) kann in die Energiezentren des Körpers fließen. James S. Gordon, Begründer und Leiter des medizinischen Zentrums Mind-Body in Washington, erklärt, dass mit Sicherheit die Yogastellungen verschiedene Punkte im Körper aktivieren, ähnlich wie die Akupunktur die Meridiane. Eine positive Grundeinstellung wird gefördert.
Und letztendlich:
- Yoga beruhigt den Geist, führt zu mehr Gelassenheit und Ruhe im Alltag und beugt somit unserem ständigen Begleiter Stress mit all seinen Begleitern wie Herzkreislaufprobleme, Bluthochdruck, Infarkt, Migräne, Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen, Beklemmungsgefühle und Depression vor.
im Führungsalltag
Jede sechste Führungskraft tut es. Doch warum stemmen sich Manager in den Hund, biegen sich zur Kobra oder balancieren das Boot? Suchen die Erde im Schienbein und versuchen, Energien die Wirbelsäule entlang fließen zu lassen?
Die Gründe sind vielfältig. Ob Lebenskrise, Sinnsuche, Schmerzen, Stress oder die Suche nach spiritueller Erfahrung. Schon lange wird die indische Lehre Yoga nicht nur von so genannten esoterisch angehauchten Frauen praktiziert.
Yoga icht nur in der westlichen Zivilisation angekommen, sondern auch in den Führungsetagen.
für Golfer
„Namaste“ ist der Gruß des Yogi, bei dem er die Hände vor der Brust faltet und den Kopf zugleich leicht senkt. Sollte die Golfwelt das Potenzial des Yoga für ihren Sport auf breiter Front entdecken, könnte als golfspezische Abwandlung zukünftig verstärkt „Namas-Tee“ als Begrüßungsformel auf dem Platz Einzug halten. Denn: analytisch betrachtet ist Yoga das ideale Mittel zur Performancesteigerung für Golfer jeder Klasse. Es optimiert die körperliche Fitness, hat exzellente mentale Effekte und bietet zahlreiche gesundheitliche Benefits – all-in-one!
Wenn der ambitionierte Golfer trainiert, feilt er meist an seiner Schlagtechnik. Für die im Golfschwung hochkomplexe Bewegung und intensive Belastung ist es jedoch zunächst Voraussetzung, die physischen Grundlagen zu optimieren – die Methoden des Yoga sind hierzu bestens geeignet.
Lesen Sie mehr, wie man mit Yoga im Golf sein Handicap verbessern kann.
Weitere Informationen
Materieller Erfolg durch Prinzipien des Yoga
Die Menschen haben aufgrund früher erworbener Gewohnheiten und spezifischer Umwelteinflüsse ein Verlangen nach unterschiedlichen Dingen, nach Geld, Ruhm oder Spiritualität. Daher ist das Leben der Menschen im Westen und auch im Osten einseitig. Der Osten hat eher spirituelle Neigungen und der Westen mehr materielle. Der Mensch kann weder mit nur spirituellen Doktrinen noch nur materiellem Reichtum ein zufriedenes Leben führen. Um das Leben der Menschen im Osten und Westen in ein Gleichgewicht zu bringen, muss die Methode zur Entwicklung eines ausgewogenen Lebens angewandt werden. — Paramhansa Yogananda, 1926, East-West Magazine http://www.ananda.it/de/kriyananda/articles/sk_success.html
Links
http://www.yoga-welten.de/yoga-einfuehrung/
http://www.culturapollensa.com/
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