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Shiatsu
Druck mit Methode
Shiatsu gilt als die japanische Variante der Akupunktur, die aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) stammt. Beim Shiatsu (wörtlich übersetzt: "Fingerdruck") werden dieselben Punkte am Körper behandelt wie in der Akupunktur.
Allerdings werden keine Nadeln eingestochen, sondern die Methode ist eine reine Druckpunktmassage. Auch in der TCM ist eine Druckpunktmassage bekannt - die Akupressur.
Eine Behandlung dauert etwa eine halbe Stunde, wobei sich der Therapeut einem einzelnen Punkt zwischen wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten widmen kann. Anwendungsgebiet des Shiatsu sind unter anderem chronische oder akute Schmerzen, Übelkeit oder Verstopfung.
Wie wirkt die Therapie?
Shiatsu und Akupunktur basieren auf denselben traditionellen Grundlagen. Sowohl die Druckpunkte des Shiatsu als auch die Akupunkturpunkte liegen nach diesen Vorstellungen auf den so genannten Meridianen.
Das sind gedachte Linien, die von der Kopfmitte bis zu den Finger oder Zehenspitzen verlaufen. Die Meridiane sind die Leitbahnen, in denen die universelle Lebensenergie fließen soll. Jeder Meridian ist einer bestimmten Organfunktion zugeordnet (z. B. Lunge, Milz, Leber usw.)
Alle nur erdenklichen Krankheiten erklären sich nach diesen Vorstellungen durch eine Stockung im Fluss der Lebensenergie. Durch eine Shiatsu-Massage der Meridian-Punkte soll der Energiefluss angeregt und somit die Krankheitsursache behoben werden.
Der Therapeut benutzt dazu Fingerkuppen und -nägel. Manche Punkte werden auch mit der ganzen Hand, dem Ellenbogen oder den Füssen gedrückt. Unter Umständen kann diese Behandlung recht schmerzhaft sein.
Mit Methoden der modernen Naturwissenschaft und Medizin lassen sich die Meridiane und die nach traditionellen Vorstellungen durch sie strömende Lebenskraft nicht nachweisen. Die Anti-Schmerz-Wirkung lässt sich allerdings dadurch erklären, dass der als mehr oder weniger schmerzhaft empfundene Druck im Organismus Systeme der Schmerzregulation anregt.
Körpereigene Schmerzmittel (Endorphine) werden ausgeschüttet und im Bereich des Rückenmarks die Schmerzweiterleitung zum Gehirn unterbunden.
Wann wendet man Shiatsu an?
Shiatsu wird von den meisten als wohltuend, heilsam und angenehm empfunden. Einige Beispiele der Anwendung:
- Gesundheitsförderung
- Entspannung
- Sensibilisierung
- Stressabbau/-prophylaxe
- Wellness
- Wohlgefühl
- verfeinertes Körpergefühl.
- Selbstheilungskräfte werden aktiviert
Do-it-yourself
Es gibt eine ganze Reihe von Shiatsu- oder Akupressurpunkten, die sich für eine Selbstbehandlung eignen. Schauen Sie einfach bei unseren Tipps vorbei.
Links und Literatur
Quelle: www.aok.de
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