Rudern
Zug um Zug
Neben den Fitness-Klassikern Laufen, Schwimmen und Radfahren hält ein weiterer historischer Sport in den modernen Fitnesstempeln des 21. Jahrhunderts erfolgreich die Stellung: das Rudern.
Rudern ist richtig klassisch. Die Menschen sind schon gerudert, als sie das Rad noch nicht kannten. Ägyptische Reliefzeichnungen und andere Funde belegen, dass Ruder schon vor 8000 bis 10.000 Jahren zur Fortbewegung auf dem Wasser genutzt wurden.
Doch auch als Sport ist das Rudern ein „alter Hase“: Schon die Ägypter veranstalteten Rennen mit Rudergaleeren. Die moderne Geschichte von Bootsrennen lässt sich in England bis in Jahr 1715 zurückverfolgen. Das bekannteste Bootsrennen der Welt ist der seit 1829 ausgetragene Wettstreit zwischen den englischen Universitätsmannschaften Oxfod und Cambridge.
Seit 1908 gehört das Rudern in vielen Variationen (vom Einer und Zweier über Vierer ohne Steuermann bis hin zum Achter) zum offiziellen Programm der Olympischen Spiele.
Der ganze Körper gefordert
Dass sich dieses „Sportfossil“ großer Beliebtheit erfreut, ist nicht überraschend. Abgesehen von der sportlichen Spannung, die die Zuschauer bei Bootsrennen erleben können, stellt das Rudern auch für aktive Breitensportler eine äußerst attraktive und gesunde Alternative dar.
Bei kaum einer Sportart werden so viele Muskeln des Körpers (84 Prozent) auf so gleichmäßige und ausgeglichene Weise trainiert: Ähnliche Werte erreichen nur noch Schwimmen und Langlaufen. Hinzu kommt, dass Rudern als so genannter „low-impact-Sport“ überaus gelenkschonend ist, da keine belastenden Sprünge oder aber Drehbewegungen im Knie und in anderen Gelenken notwendig sind.
Was nicht heißt, dass es, gerade bei Anfängern, nicht doch zu Verletzungen kommen kann. Damit ist nicht die Gefahr des Ertrinkens gemeint: Falsche Technik kann dazu führen, dass der Rücken in Mitleidenschaft gezogen wird. Anfänger sollten daher den Rudersport nicht unterschätzen, sondern sich genau einweisen lassen – auch und gerade im Fitnessstudio.
Die dort vorrätigen Rudergeräte lassen sich flexibel einstellen und an die Körpergröße anpassen, so dass Schädigungen vermieden werden können. Da Rudergeräte häufig mit Wiederstandseinstellungen arbeiten, um den Wasserdruck zu simulieren, lohnt es sich, diese Einstellungen an die eigene körperliche Verfassung anzupassen.
Do-it-yourself
Rudern im Wohnzimmer. Wer rudern will, braucht also nicht seinen Wohnort in Ufernähe zu verlegen. Viele Studios verfügen über gute Rudergeräte. Wer jedoch seine ganze Kraft dem Rudern widmen und sich auch den Gang ins Studio sparen will, kann auch im heimischen Wohnzimmer rudern: Entsprechende Geräte in einer akzeptablen Qualität gibt es ab 300 Euro zu kaufen.
Im Gegensatz zu Laufbändern und Crosstrainern nehmen sie relativ wenig Platz weg und sind in der Regel zusammenklappbar. Der Nachteil: Während man beim Laufen oder beim Trainineren auf dem Crosstrainer lesen kann, ist dies beim Rudern nicht möglich. Am besten also, Sie platzieren das Gerät vor dem Fernseher, obwohl selbst dies ja keine Garantie gegen Langeweile ist.
Links und Literatur
Quelle: www.aok.de
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