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Radfahren
Drahtesel und Co.
Radfahren steigert genauso gut die Kondition wie Joggen. Es ist daher auch eine gute Alternative für Leute, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr joggen können oder die einfach keine Lust zum Laufen haben. Das belastende Aufprallen des Fußes beim Laufen entfällt. Die aufgewendete Energie wird stoßfrei ausschließlich in die Vorwärtsbewegung geleitet, das entlastet den Stützapparat. Die Belastung für Gelenke und Wirbelsäule ist relativ gering.
Dafür ist es gut
Positive Effekte auf den gesamten Organismus erhält man bereits bei einer Trainingsdauer von insgesamt ca. 60 Minuten pro Woche. Dabei ist es besser, dreimal in der Woche 20 Minuten Rad zu fahren, als einmal in der Woche 40 Minuten.
- Muskulatur: wird besser durchblutet und insbesondere im Bereich der Beine gekräftigt.
- Ausdauer: erhöht sich.
- Herz: wird trainiert. Es kann dadurch ökonomischer schlagen, das heißt mit weniger Schlägen mehr Blut als beim Untrainierten pumpen.
- Atmung: vertieft sich, die Lunge wird gut durchblutet.
- Stoffwechsel: wird verbessert, z.B. sinkt der Cholesterinspiegel, das beugt unter anderem dem Herzinfarkt vor.
- Immunsystem: wird gestärkt, das schützt z.B. davor, sich eine Erkältung einzufangen.
- Schutz vor Krebs: Regelmäßiges Ausdauertraining schützt wahrscheinlich vor Tumorerkrankungen wie z.B. Brustkrebs. Darauf deuten die Ergebnisse verschiedener Studien hin.
- Hält jung: einem vorzeitigen Leistungsabbau im Alter wird vorgebeugt. Sportmediziner haben sogar Hinweise darauf, dass Sport das Leben verlängert.
- Stresstoleranz: wir erhöht. Ausdauersportler sind psychisch und physisch belastbarer als Untrainierte. Depressionen und Aggressionen werden positiv beeinflusst.
- Naturerlebnis: Man ist nicht an eine Sporthalle gebunden, sondern kann draußen den Wechsel der Jahreszeiten miterleben.
Helle Birnen - stabile Mützen
Viele Unfälle enden für Fahrradfahrer mit Verletzungen. Manche davon sind schwer und einige auch tödlich. Prallen Auto und Rad aufeinander, dann ist klar, wer den Kürzeren zieht: Das Rad hat keine Knautschzone, keinen Airbag, keinen Gurt. Unfälle passieren täglich - können aber auch häufig vermieden werden.
Stiftung Warentest zeigt, was muss dran sein am Rad.
Do-it-Yourself
Radfahren kann, sportlich betrieben, zu einer sehr intensiven Belastung führen. Auch wer früher mal Rad gefahren ist und zwischenzeitlich lange keinen Sport betrieben hat, sollte vorsichtig beginnen. Viele sind bei weitem nicht mehr so fit, wie sie es in Erinnerung haben.
Zur Ausrüstung des Radfahrers gehören idealerweise Fahrradschuhe, eine Radlerhose und ein atmungsaktives Oberteil. Am Anfang reicht jedoch auch normale Sportbekleidung völlig aus. Und Helm nicht vergessen!
Der erste Schritt sollte - wie bei allen sportlichen Betätigungen - so auch beim Radfahren stets das Aufwärmen sein. Muskeln und Sehnen müssen auf die anstehende Belastung vorbereitet werden. Sonst kann es zu Muskelverletzungen kommen.
Langsam mit dem Training beginnen. Dabei empfiehlt es sich, zunächst - soweit möglich - vorwiegend in ebenem Gelände zu fahren. Wie bei allen anderen Ausdaueraktivitäten ist auch beim Radfahren die Dauer wichtiger als das Tempo. Man sollte mit einem 20- bis 30-minütigen Training beginnen und die Belastung dann ganz allmählich erhöhen.
Links und Literatur
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der www.aok.de
Neue Wege treten: Radfahren ist wieder hip: Die Deutschen besitzen doppelt so viele Fahrräder wie Autos. Jeder Bundesbürger fährt durchschnittlich pro Jahr 300 Kilometer mit dem Rad. Kein Wunder: Wer Rad fährt, braucht nicht zu tanken, keinen Parkplatz zu suchen und keinen Führerschein zu machen. Dazu bewegt er sich an der frischen Luft und tut was für seine Kondition. Doch Räder haben auch Nachteile: Sie sind weniger diebstahlsicher, bieten keine Knautschzone und brauchen Pflege. STIFTUNG WARENTEST sagt, wie Sie wieder in die Gänge kommen. Und bleiben.
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