Meditation

Zustand reinen Bewußtsein

Es hört sich simpel an: Meditation ist nichts weiter als sein.
Keine komplizierten Atemübungen. Kein Verrenken der Glieder bis zum Anschlag. Einfach nur sein. Doch frühestens dann, wenn die ersten Meditationerfahrungen eintreten, merkt man, der Gang in die Welt des eigenen Inneren ist nicht nur ein Spaziergang.

Die Meditation verhilft dem Menschen zu der Erkenntnis,
daß das göttliche Selbst (atman) in ihm wohnt.
Sie schenkt den Schülern des spirituellen Weges die Fähigkeit,
die Hüllen der Unwissenheit Schicht für Schicht abzuwerfen. Sie lösen ihre Sinneswahrnehmungen ab von der konkreten Berührung mit der Welt.
Quelle: Dhyana Vahini

Bedeutung

Übersetzt aus dem Lateinischen bedeutet Meditation so viel wie medius = die Mitte und meditatio = Nachdenken.

Man könnte sagen, es handelt sich hierbei um Konzentrationsübungen und Achtsamkeitsübungen zur Bewusstseinsschulung. Meditation wird auch als Weg zur Erleuchtung beschrieben, mit dem Ziel, den Geist zu beruhigen, um aus der Dualität in das raum- und zeitlose Sein zu gelangen.

Zwar haben so gut wie alle meditativen Techniken auch eine körperliche Entspannung zur Folge, aber das ist nicht das eigentliche Ziel. Daher unterscheiden sich Meditation von Entspannungsverfahren (z. B. Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training).

Bei der Meditation ist immer eine gewisse Körperspannung erwünscht.
Außerdem soll nicht, wie häufig bei Entspannungsverfahren, einer bestimmten Körperempfindung oder der Atmung nachgespürt werden. Vielmehr ist das Gefühl und die Emotion der Schlüssel.

Im Gegenteil, Ziel der Meditation ist vielmehr ein Loslösen vom Körper. Sie strebt den Zustand einer "gedanklichen Leere" an. Meditation ist in ihrer höchsten Stufe ein Zustand jenseits des Denkens, ein "Zustand reinen Bewusstseins ohne Inhalt".

Wichtig ist auch, dass Meditation nicht im Schnellverfahren erlernt werden kann. Oft dauert es Monate, bis sich der angestrebte höhere Zustand des Bewusstseins einstellt. Dabei kann eines festgehalten werden: Es gibt keinen Weg, nur Schritte, die achtsam gegangen werden.

Wirkung

Im Zustand der Meditation sollten Reize von außen weitgehend ausgeschaltet werden. Dieser Rückzug aus dem Alltagsleben sorgt für Ruhe und Entspannung. Das kann bei vielen teilweise psychosomatisch bedingten Erkrankungen wie Bluthochdruck oder chronischen Magen-Darm-Beschwerden sinnvoll sein. In wissenschaftlichen Studien mittlerweile schon bewiesen: das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen wird deutlich reduziert. Allgemein das Immunsystem gestärkt.

Auch in der Psychotherapie wird auf bestimmte Formen der Meditation zurückgegriffen. So können beispielsweise depressive Patienten unter Anleitung eines geschulten Therapeuten durch Meditation aus ihrem depressiven Gedankengeflecht herausfinden. Ängste, Suchtverhalten und Phobien können durch Meditationen ebenfalls positiv beeinflusst werden. Der physiologische und mentale Alterungsprozess verlangsamt sich.

Ganz allgemein stärkt Meditation das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl bzw. Urvertrauen. Innere Ruhe und Harmonie sowie die Gelassenheit im Alltag werden gefördert. Durch regelmäßiges Meditieren wird die Selbstwahrnehmung vertieft. Die geistige Leistungsfähigkeit, Kreativität und intuitive Intelligenz kann aus einer inneren Einkehr gestärkt hervorgehen.

Allerdings lassen sich diese Ziele nur erreichen, wenn regelmäßig geübt wird. Empfohlen wird meist eine Übungsdauer von 30 Minuten täglich, möglichst zur selben Tageszeit und am selben Ort. Kurzfristige Erfolge sind selten. Hier eignen sich Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung oder Trophotraining besser.

Richtig oder falsch

Natürlich taucht immer wieder die Frage auf, wie meditiert man nun richtig. Doch grundsätzlich gilt: Meditation ist erst einmal (da) sein. Dann ist der erste "richtige" Schritt schon getan.

Vor allem am Anfang ist es nicht einfach. Man zweifelt, man stellt Fragen. Was passiert? Wo führt das hin? Bin ich auf dem richtigen Weg? Man ist noch gefangen in der Vorstellung, etwas erreichen zu wollen, lenken zu können oder gar zu kontrollieren und zu steuern.

Es gibt in diesem Sinne keine Schritt-für-Schritt-Anleitung wie bei einer Regalbauanleitung. Jeder macht seine Erfahrungen, in seinem Tempo.

Vielleicht sollte man sich lösen von einem vorgefertigten Bild oder Ziel, wie denn eine Meditation nun „richtig“ ablaufen soll bzw. was man erreichen will. Nur wahrnehmen, was passiert. Offen sein, annehmen.

Vielmehr stellt sich die Frage: kann ich mich auf das, was kommt einlassen und dies annehmen. Denn Meditation verlangt in erster Linie die Bereitschaft, hinzusehen, wie unbefriedigend und unangenehm die Dinge auch sein mögen.

Besonders dann, wenn sich Selbst- und Weltbild langsam beginnen zu verändern. Wenn das eigene Ego und antrainierte Verhaltensmuster geschluckt werden und sich ein präsentes Selbst seinen Weg bahnt. Dies kann Ängste auslösen, die einen tief im innersten Kern berühren. Und ist auch ein Grund für viele, mit der Meditation aufzuhören. Lieber festhalten an altem als auf das neue noch Unbekannte vertrauen und sich einlassen.

Ob man nun richtig meditiert?!

Ein Hinweis könnte vielleicht sein, dass sich oben genannte Wirkungen einstellen. Man wird ruhiger. Man kommt manchen Gedankenmustern auf die Schliche, verhält sich in Situationen „einfach“ anders. Hätte man sich früher aufgeregt, so bleibt man gelassener. Ein anderes Phänomen das oftmals einsetzt: man weiß schlicht und ergreifend gar nicht mehr, warum man sich früher so aufgeregt hat.

Auch hier heißt es: üben und lernen und vor allem dabei bleiben!

Arten

Oft haben wir ein vorgefertigtes Bild, wie man meditiert. Die einen sehen jemanden sitzen, die Beine über Kreuz, Augen geschlossen. Andere liegen oder tanzen. Es gibt unterschiedliche Arten der Meditation.

Eine der bekanntesten Meditationsformen stammt aus dem indischen Yoga. Dabei sitzt der Meditierende in der Tat mit übergeschlagenen Beinen im so genannten Lotussitz. Eine weitere Technik ist z. B. die Zen-Meditation. Auch Tai Chi oder Qigong enthalten meditative Elemente.

  • Standmeditation
  • Bewegungsmeditation
  • Chakren-Meditation
  • Klang-Meditation
  • Tai Chi Meditation
  • Mantra Meditation
  • Qigong Meditation
  • Transzendentale Meditation
  • vipassana Meditation
  • Yoga Meditation

Meditationstechniken sind in vielen Kulturkreisen entwickelt worden. Aus medizinischer Sicht sind sie sinnvoll um Alltagsstress und Hektik abzubauen und zur inneren Ruhe zu finden.

Empfohlen wird meist eine Übungsdauer von 30 Minuten täglich, möglichst zur selben Tageszeit und am selben Ort. Kurzfristige Erfolge sind selten. Hier eignen sich Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung besser.

Hat man die Meditationstechnik gefunden, die einem am ehesten liegt, sucht am sich am besten einen Lehrer oder Kurs, um sich einweisen zu lassen.

Schauen Sie auch bei unseren Tipps vorbei und üben Sie die "Innere Einkehr".

Fazit

Eigentlich ist es am Anfang unerheblich, aus welcher Absicht heraus oder wie jemand den Weg zur Meditation findet. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, nachdem erste Erfahrungen gemacht worden sind, an dem man in vollem Vertrauen weitermacht oder sich abwendet.

Es ist aber nicht nur Arbeit. Wer dabei bleibt, wird immer mehr die kleinen Überraschungen im Alltag erleben. Mediation mit sich im Einklang, den Mut, sich selber kennenzulernen, aus einer neuen Wahrnehmung handeln… und die Welt kann ganz anders aussehen.

 

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