Die Kraft der Worte

Mantras sind nichts mysthisches. Sie finden sich in unterschiedlichsten Kulturen und tragen eine besondere (spirituelle und magische) Kraft in sich.

Natürlich denkt man sofort an den Urlaut „OM “. Doch die meisten von uns haben ein Mantra, wenden es an und wissen es gar nicht.

Oder wie sprechen Sie sich Mut zu, wenn es Ihnen nicht ganz so gut geht? Was ist Ihr Schlüsselsatz, um negative Gedanken zu vertreiben?

Letzendlich kann man viel erklären. Erfahren und erleben sollte man die Wirkung am besten durch Anwenden. 

Der Begriff

Mantras sind (feinstoffliche) Energien, die in einem Klang (in einem Wort) schon immer existiert haben. Es handelt sich um Verse, Worte oder auch nur Silben.

Der Begriff Mantra (aus dem sanskrit), besteht aus den Wurzeln „manas“, welche alle Gedanken und Gefühle so-wohl Wünsche als auch Ängste umfasst. „tra“ bedeutet beschützend, rettend oder haltend.

Sanskrit-Worte sind Klangmanifestationen. Klang besteht aus Schwingung und ist Energie. Um die Energie in einem Mantra zu aktivieren, wird es in einem bestimmten Rhytmus wiederholt (chanten). So können Energie- und Res-sonanzfelder in Körper und Seele erreicht werden.

Ein Mantra:

  • ist von einem Weisen enthüllt
  • enthält einen göttlichen Aspekt
  • unterliegt einem bestimmten Versmass
  • enthält bija (Samen) und
  • eine dynamische göttliche Macht sowie
  • einen Energieverschluss, der nur durch regelmäßiges Wiederholen geöffnet werden kann.

Mantras besitzen eine große Kraft und wirken bei konsequenter Wiederholung wundervoll. Sie können den Geist, Handlungen oder Dinge der Umgebung reinigen und mit göttlicher Energie aufladen. So kann man das Mantra für sich selbst nutzen oder auch anderen senden.

Wie wirkt ein Mantra

Niemand kann glücklich sein,
wenn er keine Gedanken der Zufriedenheit
und des Glückes pflegt.

(Marc Aurel, Römischer Kaiser)

Kern ist die Wiederholung der Silben oder Worte (japa). Es entsteht eine Schwingung, ein bestimmtes Gedankenmuster  im Geist, welches in der Regel positiv und beruhigend wirkt. Regelmäßig ausgeführt, vielleicht zur immer gleichen Tageszeit, oder mehrmals am Tag, kann dazu führen, dass die Schwingungen selbst im Schlaf weiter wirken.

Manche legen Wert auf die korrekte Aussprache oder Melodie des Mantra. Doch vielleicht ist es viel wichtiger, dass es von Herzen kommt und mit der entsprechenden Aufmerksamkeit wiederholt wird anstatt ein „herunter Leiern“ ist. Genauso würde ein Festhalten an einem bestimmten Ziel mit dem das Mantra verbunden ist, die Möglichkeiten dessen begrenzen, was über unseren bewussten Zustand hinausgeht.

Mantren können auf unterschiedliche Weisen wiederholt werden:

  • Man wiederholt die Silben laut durch Sprechen oder Singen
  • leise flüsternd
  • oder man wiederholt das Mantra im im Geiste (rein gedanklich).

Das Wiederholen des Mantras mit tiefem Glauben,  Konzentration und Liebe hat positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Dann kann das Mantra bis in tiefe Schichten des Bewusstseins wirken. Verschiedene Organe des Körpers können energetisiert werden. Gifte werden entfernt, das Nervensystem ent-spannt, der Geist beruhigt. Es führt zu inneren Ruhe und Gelassenheit. Schwierige Situationen lassen sich besser bewältigen.

Emotionen wir Eifersucht, Hass, Gier und Ärger werden aufgelöst und machen Platz für positive Gefühle wie Liebe, Glück und Freude.

sanskrit chanten ist eine spirituelle Übung im Yoga (svad-hyaya = Selbststudium, heiliges Studium und Rezitation der Veden). Spricht man diese Mantras regelmäßig, soll sich bald die Richtung umkehren und sie enthüllen ihre tiefere Botschaft. Das wiederholen des Mantra ist ebenso ein Weg, samadhi zu erreichen.

Drei Arten

Man unterscheidet herkömmlich drei Arten von Mantren

  • Nirguna
    formlos, ohne Eigenschaft, Nirguna-Mantras richten sich an die gesamte Schöpfung
  • Saguna
    mit Eigenschaft und Form, Saguna-Mantras richten sich an einen bestimmten göttlichen Aspekt
  • Bija
    auch Samenmantra, sehr energievoll, wirkt auf das jeweilie Chakra ein.

Weitere Mantren sind zum Beispiel:

  • Jnana-Mantren
  • Prarthana-Mantren (Bittgebete hierzu gehört auch das Gayatri Mantra)
  • Kundalini-Mantras
  • Aus der christlichen Tradition:  Halleluja, Kyrie eleison, Amen (vergleiche Aum, OM ), das Rosenkranz-Gebet

Fazit

"Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott
und Gott war das Wort"
(aus dem Johannesevangelium)

"Am Anfang war Brahman, bei dem war das Wort,
und das Wort war wahrhaftig das höchste Brahman"
(aus der Rig-Veda, eine der ältesten Hinduschriften)

Mantren sind nichts mysthisches sondern haben schon seit langem Platz und Dasein.

Links

http://yogachola.de
http://www.yoga-vidya.de
http://www.aumpage.de/kraft-des-wortes-65.php
http://www.yogaschulekaernten.at

 

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