Lachyoga

Lachen! Jeder kann es.

Lachen ist eine angeborene Fähigkeit. Lachen ist einer unserer größten Energiespender. Aber wie oft tanken Sie lachend Energie? Erwachsene lachen ca. 12 – 15 Mal am Tag; Kinder dagegen noch bis zu 400 Mal.

Verschiedenen Studien zufolge wurde vor 40 Jahren drei mal mehr gelacht als heute – in Portugal wird durchschnittlich 18 Minuten pro Tag gelacht – in Deutschland 6 und in Österreich nur 3 Minuten! Äußerst bedenklich, oder?

Dabei ist Lachen tatsächlich gesund. Was der Volksmund schon immer wusste, wird nun durch die Gelotologie (die Lachforschung) nach und nach wissenschaftlich belegt. Weltweit tragen Forscher wie Lee Berk, Paul McGhee, Prof. Carsten Niemitz, Prof. Willibald Ruch, Dr. Michael Titze und andere mehr und mehr Belege zusammen. So wird immer deutlicher, dass ausgiebiges Lachen physische und psychische Verbesserungen bringt.

Physische Ergebnisse

Die wichtigsten Ergebnisse im physischen Bereich sind:

  • Durch die viel tiefere Atmung beim Lachen wird das Lungenvolumen erweitert; es erhöht sich der Gasaustausch, und die gesteigerte Sauerstoffaufnahme über das Blut wirkt energiesteigernd und leistungsfördernd.
  • Die Stresshormone Cortisol und Adrenalin können gesenkt werden; ausgiebiges Lachen wirkt also nachweislich stressmindernd.

  • Die Hinweise mehren sich, dass intensives Lachen die Produktion von körpereigenen Botenstoffen aktiviert, die unser Glücksempfinden steigern („Glückshormone“); dazu gehören insbesondere Endorphine und Encephaline.

  • Intensives Lachen verbessert die Immunabwehr: So konnten nach Lachanfällen im Blut Substanzen nachgewiesen werden, die für ein starkes Immunsystem wichtig sind: T-Lymphozyten, Immunglobulin-A, Gamma-Interferon.

So wird immer mehr belegbar, dass Menschen, die viel lachen (können) im Allgemeinen gesünder sind und leichter mit den Widrigkeiten des Lebens fertig werden. Das liegt natürlich nicht am Lachen allein, sondern auch an der allgemeinen Lebenseinstellung. Die Positive Psychologie (mitbegründet von dem Amerikaner Martin E. Seligman) hat dazu neue Erkenntnisse geliefert. Sie forscht nicht nach den Umständen, die uns krank machen. Sie interessiert sich vielmehr für die Faktoren, die uns gesund machen und gesund erhalten: Glück, Freude, Optimismus, Humor, Lachen...

Psychische Ergebnisse

Was Humor und Lachen betrifft, lassen sich folgende psychische Ergebnisse herausfiltern:

  • Zwischenmenschliche Kontakte Beziehungen werden verbessert und soziale Kontakte leichter hergestellt.

  • Ausgiebiges Lachen fördert Motivation, macht kreativer und kommunikationsfreudiger. Es fördert die Lebensfreude und führt zu mehr heiterer Gelassenheit.

  • Lachen hat eine wichtige Funktion als „soziales Schmiermittel“ in der Kommunikation; es setzt positive Signale und erleichtert damit den Gruppenfindungsprozess.

Es gibt also genügend Gründe, sein Lach-Potenzial auszuschöpfen und mehr zu lachen. Was aber, wenn es nichts zu lachen gibt? Dann kann Lach-Yoga eine Möglichkeit sein, den Heiterkeitspegel hochzuschrauben.

Lach-Yoga

Lach-Yoga wurde Mitte der 90er Jahre von dem indischen Mediziner Dr. Madan Kataria entwickelt. Seitdem hat dieses intensive Heiterkeitstraining schnell viele Anhänger in der ganzen Welt gefunden. Lach-Yoga, auch „Lachen ohne Grund“ genannt, kommt völlig ohne Witze, lustige Filme usw. aus. Es verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, wobei sich über verschiedene Arten von Übungen  eine wohltuende Wirkung für Körper Geist und Seele entfaltet.

Im Mittelpunkt stehen die Lach-Übungen, über die der Lachimpuls ausgelöst wird; Atemübungen aus dem Yoga verstärken die Tiefenatmung und bilden den ruhigen Gegenpol zum Lachen. Dazu kommen in einer Lach-Yoga-Session noch weitere Übungen, die, ergänzend zum Lachen, eine stressmindernde Funktion haben. Lach-Yoga hat nichts zu tun mit „Lachen auf Kommando“, sondern stellt eine Einladung dar, das eigene Lachen als Energieressource mehr zu nutzen, als man das üblicherweise tut.

Lach-Yoga lässt sich auch sehr leicht in den betrieblichen Alltag einbinden. In mehrmonatigen Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich nicht nur der Heiterkeitsfaktor erhöht, sondern dass dadurch die Teilnehmer auch insgesamt wieder motivierter, frischer und gelassener ans Werk gingen. Bei regelmäßigem Lachtraining (und nur dann) zeigt sich eine Verbesserung der Grundstimmung; die Stimmungslage hellt sich auf.

In Gruppen und Teams können sich anhaltende positive Veränderungen des sozialen Klimas ergeben. Dr. Katarias Trainings in indischen Firmen haben das gezeigt. Auch in vielen anderen Ländern wird Lach-Yoga in Betrieben mittlerweile praktiziert.

Auf den ersten Blick mag Lach-Yoga etwas skurril und befremdlich erscheinen. Lässt man sich aber erst einmal ein auf die Lachübungen ein, dann ist der Weg zum befreienden Lachanfall nicht mehr weit, und der Ansteckungsfaktor in der Gruppe tut ein Übriges.

Nutzen Sie also die Energie- und Motivationsressource „Lachen“ mehr als bisher. Sie können nur davon profitieren. Und Ihre Mitmenschen ebenfalls.

Autor

Reinhard Käfferlien
Dreitorspitzstr. 13
82467 Garmisch-Partenkirchen
Tel.: 08821 / 50317
E-Mail: info@lachtrainer.com
Internet: www.lachtrainer.com
Twitter: http://twitter.com/Lachtrainer

 

 

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