Lieber langsam, aber sicher ans Ziel

Zur erfolgreichen Umsetzung von Zielen ist im Vorfeld eine realistische Planung anzusetzen. Sicherlich ist es für Manager nicht einfach "im Auge der Aktionäre und Analysten" mal eine Runde sitzen zu bleiben. Heißt im Klartext realistische Ziele planen, die auch zum Erfolg führen können, denn dann ist die Motivation der Mitarbeiter gesichert.

1. Auftrag und Ziel klären

So banal es sich anhört, so viele Missverständnisse und so unterschiedliche Interpretationen gibt es schon im Vorfeld. Deshalb hilft nur Eines: Auftaktgespräch an einem Tisch. Der Auftrag wird besprochen, die gemeinsamen Ziele beleuchtet und eine eindeutige Interpretation erzielt.

  • Wer ist Auftraggeber?
  • Welche konkreten und messbaren Ziele gibt es?
  • Bis wann sind diese zu erreichen?
  • Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?

2. Gemeinsamen Weg festlegen

Was ist zu tun? Jeder soll und darf sich einbringen. Es sollen ja nicht nur Ziele und systematisches Vorgehen zur Zielerreichung vorgegeben werden. Mitarbeiter sind zwar Handlungsausführende, aber mit eigenen Ideen. Sicherlich kann das kreative Potenzial aller genutzt werden. Und das am Besten im Gespräch und in der gemeinsamen Festlegung der Route.

Doch es ist darauf zu achten, dass nicht nur "geredet" wird, viel Wind und Ideen erzeugt werden, sondern am Ende tatsächlich konkrete Maßnahmen festgeschrieben sind.

  • Was sind die Meilensteine?
  • Welche wahrnehmbaren Ergebisse können erzielt?
  • Welches systematische Vorgehen gibt es?
  • Wer ist für welchen Teilbereich verantwortlich?

3. Das Ziel erreichen

Jeder darf seine Bedenken äußern, auch wenn das dazu führt, dass sich Ziele nach hinten verschieben. Lieber schon von vornherein, Machbares mit Anspruch als Erfolgslatte setzen. Und anspruchsvoll heißt vom Gefühl der Mannschaft her, dass das Ziel mit 50% Sicherheit erreicht wird.

So werden Gegner mit einem offiziellen Committment frühzeitig ins Boot geholt und alle ziehen an einem Strang. Jeder fühlt sich mit verantwortlich und wird seinen Teil zum Ziel beitragen wollen. Also lieber eine Runde später im Ziel ankommen als nie. Damit sinkt die Frust- und steigt die Lust-Quote.

  • Welche Hürden werden gesehen?
  • Sind Puffer vor allem vor den Meilensteinen eingeplant?
  • Haben Sie Krisenpläne in der Tasche, falls Plan A nicht funktioniert?
  • Sind die Vereinbarungen und Verantwortlichkeiten klar dokumentiert?
  • Wird regelmäßiges Erfolgscontrolling durchgeführt?

Auf dem Weg ist an Eines zu denken: "Alles Gute kommt von oben, eben auch die Anerkennung und manchmal auch der Druck". Stichwort Ehre und Erfolgscontrolling. Deshalb nicht zu vergessen: regelmäßig nachfragen und präsentieren lassen, was erreicht wurde. "Huldigungen und Lobpreisungen" spornen dann wieder ungemein an.
Wer den Druck von oben vermeiden will, sollte eben einen Tick schneller und besser als die Erwartungen sein. Das kann dem gelingen, der realistisch mitplant. Mut und Auseinandersetzung sind dabei am Anfang gefragt, wenn es um die Zielsetzung und Planung und weniger dann, wenn nur noch um Verteidigung und möglicherweise sogar Rechfertigung geht.

Autor

Dieses Thema beruht auf den Erfahrungen der ILTIS GmbH.
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