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Teamrollen
Welche Rolle haben Sie?
Wenn Sie die Teamrollen genauer betrachten, so geschieht dies mit dem Ziel, sich gegenseitig durch konstruktives Feedback bei der Weiterentwicklung zu unterstützen und im Team zu erkennen, wer welche Stärken hat, um diese im Team gezielt zu nutzen.
Fragen Sie sich, ob Sie mit Ihren Fähigkeiten die für das Team wirksamste Rolle einnehmen. Je mehr verschiedene Rollen in einem Team übernommen werden, desto besser ergänzen sich die Fähigkeiten der Projektmitarbeiter.
- Was kann ich selber tun, um die für mich passende Rolle einzunehmen?
- Wodurch können die anderen im Team mich dabei unterstützen?
Sind Rollen nicht besetzt, ist es wichtig, dass einzelne Aspekte der Teamrollen von anderen Projektmitarbeitern übernommen werden.
Rollen im Überblick
"Letzten Endes kann man alle wirtschaftlichen Vorgänge auf drei Worte reduzieren: Menschen, Produkte und Profite. Die Menschen stehen an erster Stelle. Wenn man kein gutes Team hat, kann man mit den beiden anderen nicht viel anfangen."
Lee Iacocca (*1924), amerik. Topmanager,
1979-92 Vorstandsvors. Chrysler Corp.
Die Bildung von Teams und die entsprechende Reorganisation der Arbeitsabläufe allein genügen nicht, um die Synergieeffekte freizusetzen, die bei Teamarbeit tatsächlich mehr Leistung ermöglichen.
Und es scheint es eine weit verbreitete Annahme zu sein, dass innerhalb eines Teams gern Aufgaben anderen zugeschoben werden bzw. die Ausreden, warum manches nicht gemacht oder erledigt wurde einfacher wird, da mehr "Schuldige" benannt werden können.
Dies mag dann passieren, wenn bei der Teamzusammenstellung etwas "schief gelaufen" ist oder aber innerhalb des Teams Konflikte nicht geklärt werden.
In der Regel helfen klare Instrumente wie eine Teamanalyse (um einen schnellen Überblick über das Team zu bekommen und vorhandene Potenziale freisetzen und nutzen zu können), Feedbackbogen an den Teamleiter oder Instrumente zur Klärung des Auftrag.
Bei der Zusammenstellung von Teams ist zu beachten, dass den einzelnen Mitgliedern ihren Stärken oder der Rolle im Team entsprechend, die Aufgaben zugewiesen werden. Ebenso sind Verhaltensregeln innerhalb des Teams eine weitere wichtige Größe.
Teamrollen ergänzen sich
Die Teamrollen sind so zu verstehen, dass sie sich gegenseitig ergänzen, wobei sie in Reinform beschrieben werden, die in ihrer schematisierten Form als Handlungsorientierung dienen kann:
- Wenn Führer und Macher zusammenarbeiten, sorgen sie z.B. dafür, dass zielgerichtete Aktionen in die Tat umgesetzt werden.
- Prüfer und Unterhalter helfen einem Team z. B. dabei, dass die Überwachung von Vereinbarungen als konsequent und angenehm erlebt werden kann.
- Wenn Berater und Helfer sich ergänzen, kann der Einzelne im Team seine Kompetenzen erweitern und so zum Teamerfolg beitragen.
- Organisator und Künstler erreichen z. B. gemeinsam, dass Abläufe im Team strukturiert werden und trotzdem Raum für kreative Neuerungen vorhanden ist.
Langfristig erfolgreiche Teams verstehen Rollen als Chance für die Entwicklung und Flexibilität und nicht als charakterliche Festlegung.
Die Charakteren im einzelnen
Betrachtet man Teams genauer, finden sich in der Regel folgende Rollen, die von einzelnen Mitgliedern wahrgenommen werden.
Führer und Macher
Führer: Er gibt dem Team die notwendige Orientierung, zeigt Wege und Perspektiven auf und spornt das Team an. Schwachpunkt ist, dass die Suche nach dem richtigen Weg im Vordergrund steht und er dabei manchmal sprunghaft und ungeduldig sein kann.
Macher: Seine Stärke ist, dass er geplante Aktivitäten zügig umsetzt und tatkräftig mit anpackt. Seine Schwäche liegt darin, dass er sich zu wenig um langfristige Ziele und Planung kümmert und leicht in Aktionismus verfällt.
Unterhalter und Prüfer
Unterhalter: Er sorgt dafür, dass die Zusammenarbeit Spaß macht und dass gelacht wird. Er hat immer einen lockeren Spruch parat. Seine Schwäche zeichnet sich dadurch aus, dass er zu Nachlässigkeit neigt und Dinge manchmal nicht ernst genug nimmt. Dadurch verliert er wertvolle Zeit.
Prüfer: Seine Stärke ist, dass er immer wieder prüft, ob das Team sich auf dem richtigen Weg befindet und seine Ziele auch erreicht. Seine Schwäche ist zu ernsthaftes und erbarmungsloses Einfordern von Ergebnissen, was den Spaß und Motivation an der Arbeit zerstören kann.
Helfer und Berater
Helfer: Er unterstützt andere im Team aktiv und ist sehr hilfsbereit. Die Interessen von anderen stehen bei ihm im Vordergrund. Manchmal verliert er die Distanz und entmündigt andere dadurch, dass er Dinge nicht erklärt, sondern gleich selber erledigt.
Berater: Seine Stärke ist, dass er Situationen sehr gut erfassen und analysieren kann. Dabei gibt er wichtige Impulse und Tipps für die Problemlösung. Seine Schwäche ist, dass er sich manchmal auch dann aufs Reden beschränkt, wenn konkrete aktive Unterstützung notwendig wäre.
Organisator und Künstler
Organisator: Er sorgt für Stabilität und Kontinuität in der Zusammenarbeit und in den Arbeitsabläufen. Jedoch können viele Formulare einengen und den Arbeitsalltag kompliziert und unflexibel machen.
Künstler: Er belebt das Team und sorgt mit Innovationen dafür, dass das Leben im Team angenehmer und erfolgreicher gestaltet werden kann. Manchmal muss er auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und vor Verzettelung bewahrt werden.
Drei Erfolgsgrundsätze
Kein Unternehmen kann es sich leisten, Teamarbeit einzuführen, um "in" zu sein. Teamarbeit dient in der Regel dazu, ein Unternehmen erfolgreicher zu machen - zum Beispiel durch die Einführung einer prozess- und kundenorientierten Ablaufstruktur.
Aber wodurch werden Teams erfolgreich? Wenn Teams 3 Erfolgsgrundsätze für Teamarbeit befolgen, dann sind sie auch erfolgreich, in dem was sie tun.
Links und Literatur
Dieses Thema basiert auf den Erfahrungen und Leistungen der ILTIS GmbH.
Quelle: Erfolgreiche Team-Moderation mit dem Boardingpaket. Das TeamerBoard ist eine ergebnisorientierte, strukturierte und flexible Methode der ILTIS GmbH für die Team-Moderation. Es unterstützt Führungskräfte bei der ergebnisorientierten Moderation von einfachen Teambesprechungen bis hin zu mehrtägigen Teamentwicklungsseminaren.







