Teamentwicklung

So können Teams wichtige Trainingszeit sparen

"Zeit habe ich für eine solche Veranstaltung eigentlich nicht." Diese oder ähnliche Aussagen sind Beratern und Moderatoren von Teamentwicklungsprozessen bestens vertraut. In vielen Teamentwicklungsmaßnahmen geht es im ersten Schritt darum, die Teilnehmer von der Notwendigkeit und Wirksamkeit solcher Veranstaltungen zu überzeugen.

Viel wäre gewonnen, wenn der Moderator in Übereinstimmung mit dem Team direkt mit den notwendigen Klärungsprozessen beginnen könnte. Die enormen Potentiale von Teams könnten schneller genutzt werden, wenn von Anfang an die Interessen aller Beteiligten offen auf dem Tisch lägen und direkt angepackt werden könnten.

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Genau um solche schnell wirksamen Vorgehensweisen zu ermöglichen, wird von der ILTIS GmbH in Rottenburg die Methode der fokussierten Teamentwicklung mit der Teamanalyse als Kerninstrument eingesetzt.

Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass in jedem Team spezifische Faktoren die Ausnutzung vorhandener Potenziale beschränken können. Diese gilt es aufzudecken und der produktiven Bearbeitung zugänglich zu machen. Ziel ist es dann, Lösungen zu finden, die die Interessen der Teammitglieder und die des Unternehmens in wirksamer Art und Weise miteinander verbinden.

Während bei klassischen Formen der Teamentwicklung zuerst einmal in der Veranstaltung die Fragen gesammelt, die Problembereiche identifiziert und die Chancen aufgezeigt werden müssen, steigt der Trainer durch die Methode der fokussierten Teamentwicklung direkt mit zielorientierten Fragen ein, die die Potenziale des Teams zugänglich machen - und dies unabhängig davon, ob es darum geht, Konflikte auszuräumen, Interessen untereinander auszugleichen oder ungenutzte Potenziale auszuschöpfen.

"Jetzt liegen die Themen endlich auf dem Tisch. Lassen Sie uns mit der Arbeit beginnen" meinte der Projektleiter nach einem Workshop. "Wir sollten uns wirklich einmal mehr Zeit für diese wichtigen Fragen in unserem Team nehmen" appelliert der Leiter des Weiterbildungsteams nach dem Workshop an seine Mitarbeiter. Der Erfolg hat Methode.

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Phasen der Teamentwicklung

Teams unterscheiden sich in der Praxis in Größe, Dauer der Zusammenarbeit (z.B. befristet als Projektteam), Aufgabe, Branchenzugehörigkeit und Hierarchieebene (z.B. Führungsteam, Produktionsteam).

Unabhängig von den jeweiligen Charakteristika ist Teamarbeit durch eine von Team zu Team unterschiedlich intensiv ausgeprägte Dynamik gekennzeichnet.
Dabei treten die nachfolgend dargestellten Phasen in unterschiedlich starken Ausprägungen auf. Die gesamten Phasen durchläuft ein Team dann, wenn es erstmals neu zusammenkommt und die spätere Bestimmung (Funktion bzw. Aufgabe) noch nicht definiert ist.

Beim Wechsel von einzelnen oder mehreren Team-Mitgliedern werden die Phasen erneut durchlaufen. Hier jedoch mit anderer Intensität und bezogen auf das jeweils bedeutsame Thema. Bei einer Neugründung eines Team geht es darum, Orientierung, Normen und Aktionspotenziale zu generieren und schließlich zu perfektionieren und professionalisieren.

Kommen zu einem bestehenden Team neue Team-Mitglieder hinzu, so geht es um dieselben Themen. Hier jedoch mit dem Fokus der Integration in eine bestehende Ausrichtung, Normen und Potenziale. Bei der Neugründung bewegen sich viele einzelne Teile hin zu einem gemeinsam entstehenden großen Gebilde, während bei der Hinzunahme von Team-Mitgliedern die Bewegung eines oder weniger Teile auf ein bereits vorhandenes Ganzes stattfindet.

Gründungsphase
Jedes Team hat mindestens einmal eine Gründungsphase. In dieser Phase werden die Team-Mitglieder bestimmt oder finden sich.
Die Gründungsphase ist durch Ambivalenz in den Aussagen und im Verhalten gekennzeichnet. Einerseits werden häufig sehr starke Bedenken geäußert (z.B. bezogen auf die Personenzusammensetzung, die zu erfüllende Aufgabe). Andererseits kann man hier aber auch Neugier und Interesse an der neuen Situation und Aufgabe beobachten.
Zentrale Fragen:

  • Wer ist aus welchem Grund in diesem Team dabei?
  • Was kann ich in diesem Team für mich erreichen?
  • Was kann hier in diesem Team auf mich zukommen?

Orientierungsphase
Ein Team tritt dann in die Orientierungsphase ein, wenn klar ist, wer mit wem im Team zusammenarbeitet und die Aufgabe des Teams grob umrissen ist. Kennzeichnend für die Orientierungsphase ist es, dass perspektivische und organisatorische Fragen zutage treten und geklärt werden müssen.
Zentrale Fragen:

  • Was ist die Herausforderung des Teams?
  • Was ist der konkrete Nutzen für den Einzelnen, für das Team und für das Unternehmen?
  • Welche konkreten Aufgaben sind zu bewältigen, um die Herausforderung zu meistern?

Normierungsphase
Nachdem die Herausforderung des Teams (d. h. der Teamauftrag im Kern) und die wichtigsten organisatorischen Dinge geklärt sind, geht es darum, die konkrete Zusammenarbeit im Team zu gestalten. Hier kommen unterschiedliche Werthaltungen, Gewohnheiten und Vorgehensweisen im Arbeitsablauf zum tragen. Dies führt u.U. zu Konflikten und Auseinandersetzungen. Werden in dieser Phase diese Aufgaben nicht erfolgreich gemeistert, kann Ineffizienz auftreten.
Zentrale Fragen:

  • Welche Regeln gelten für unsere Zusammenarbeit?
  • Wie sieht die konkrete Aufgabenverteilung aus?
  • Welche gemeinsamen Werthaltungen werden vom Team nach außen vertreten (Identitätsbildung)?

Aktionsphase
Nach Gründung, Orientierung und Normierung ist die Basis für erfolgreiches Handeln gelegt. Im klassischen Teambildungsmodell "endet" mit dieser Phase die Teamentwicklung (Forming, Storming, Norming, Performing). Das Team hat die Phase der erfolgreichen Leistungserbringung erreicht.
Zentrale Fragen:

  • Wer übernimmt welche Aufgabe?
  • Wie werden die Aufgaben erledigt?
  • Was sind die erzielten Ergebnisse?

Perfektionsphase
Hat das Team ein bestimmtes Niveau in der Qualität der Leistungen und der Zusammenarbeit erreicht, ist es in der Lage, weitere Schritte zur Leistungsverbesserung vorzunehmen. In dieser Phase vermischen sich Elemente der Orientierungs- und Normierungsphase. Hier finden Abstimmungsprozesse sowohl bezüglich der gemeinsamen Herausforderung als auch in bezug auf die Art und Weise der Leistungserbringung statt. Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzung geschaffen, dass beide Themen parallel vom Team bearbeitet werden können.
Die Perfektion besteht in der Abstimmung von Herausforderung und den Regeln und Vorgehensweisen zu deren Erreichung.
Zentrale Fragen:

  • Wie können wir gemeinsam mehr erreichen?
  • Welche hemmenden Faktoren können wir beseitigen?
  • Welche Potentiale in der Leistungserbringung können wir noch ausschöpfen?

Professionalisierungsphase
Wird die Perfektionsphase erfolgreich gemeistert, steht das Team vor der Frage, wie das Erreichte dauerhaft gesichert werden kann. Kern der Professionalisierungsphase ist die Sicherstellung beständig stabiler Leistungserbringung. Wiederholung, Dokumentation und Ablaufsicherheit werden zu zentralen Themen.
Zentrale Fragen:

  • Wie stellen wir im Team sicher, dass Erfolge wiederholbar sind?
  • Wie erreichen wir eine möglichst hohe Transparenz für alle Arbeitsabläufe und -zusammenhänge?
  • Wie sichern wir die Kompetenz des Teams (z. B. Schaffung von Methoden und Instrumenten)?

Spezialisierungsphase
Professionelle Teams können weitere Leistungssteigerungen erreichen, indem Sie die Konzentration auf Kernleistungen ausrichten, damit die Wiederholbarkeit erhöhen, den Dokumentationsaufwand senken und Abläufe noch stärker in den Arbeitsalltag integrieren bzw. standardisieren.
Risiko: die Einkehr von Routine und tayloristischen Prinzipien. In solchen Fällen kann von einer Überformung des Teams gesprochen werden. Teams, die bereits im Hinblick auf konkrete Aufgabestellungen (z.B. Produktionsteams, Kundenteams oder Projektteams in der Forschung etc.) gegründet werden, wird diese Spezialisierungsform (nebst den Risiken) bereits in die Wiege gelegt. Hier kann dann die Spezialisierung in einer Verengung des Leistungsspektrum erfolgen.
Zentrale Fragen:

  • Mit welcher Leistung bieten wir den größten Nutzen?
    (Z. B. Alleinstellungsmerkmale, wenn nur ein Team die Leistung in genau dieser Form erbringen kann)
  • Welche Leistungen sind mit dem geringsten Aufwand
    zu erbringen? (Z. B. Nutzung von Erfahrungspotentialen, wenn bestimmte Leistungen so gut strukturiert sind, dass sie in "banaler" (genialer) Art und Weise wiederholt und ausgeführt werden können.

Autor ILTIS GmbH

Dieses Thema beruht auf den Erfahrungen der ILTIS GmbH. ILTIS steht für die erfolgreiche Implementierung neuer Geschäftssysteme, Prozesse, Strukturen, Profile und Kulturen.

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ILTIS GmbH
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72108 Rottenburg

Tel: 07472 9839-0
E-Mail: dialog@dont-want-spam.iltis.de
Internet: http://www.iltis.de

Quelle: Erfolgreiche Team-Moderation mit dem Boardingpaket.

Das TeamerBoard ist eine ergebnisorientierte, strukturierte und flexible Methode der ILTIS GmbH für die Team-Moderation. Es unterstützt Führungskräfte bei der ergebnisorientierten Moderation von einfachen Teambesprechungen bis hin zu mehrtägigen Teamentwicklungsseminaren.

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