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Original Equipment Manufacturer
Derselbe Wein, ein anderer Schlauch
Original Equipment Manufacturer ist eine irreführende Bezeichnung für ein Unternehmen, das Produkte, die ein anderes Unternehmen hergestellt hat, unter einem neuen Label und neuer Verpackung vertreibt. Verbreitet ist diese Praxis zum Beispiel in der IT-Branche. Sinnvoll ist eine Differenzierung zwischen dem herstellenden Unternehmen des Originalproduktes (OEM im wörtlichen Sinne) und dem OEM-Partner.
Im Gegensatz zu einem Value Added Reseller fügt ein OEM-Partner dem Produkt ausser seinem Namen nicht notwendigerweise etwas hinzu. In manchen Fällen integriert er neue Elemente in ein bestehendes System. OEM-Vereinbarungen werden oft aus Marketinggründen geschlossen. Microsoft beispielsweise betreibt dies systematisch.
Billige Original-Software
Doch nicht immer laufen die Vereinbarungen so ab, wie es sich der Originalhersteller wünscht. Aktuelles Beispiel: OEM-Software besteht nur aus einigen Elementen eines umfassenderen Original-Softwarepaketes eines Herstellers. Während bislang PC-Hersteller das vollständige Softwarepaket"gebündelt" mit ihrer Hardware anbieten mussten, ist nach einem Urteil des BGH gegen Microsoft vom Juli 2000 auch der Verkauf von "entbündelten" OEM-Versionen erlaubt.
Der Händler verpflichtet sich jedoch gegenüber Microsoft, den Endkundensupport zu übernehmen. Microsoft selbst bietet keine Supportleistungen für OEM-Versionen an. Dadurch ist diese Art die günstigste Variante eines Software-Produktes.
Links und Literatur
- Aktuelle Bücher zum Thema OEM
- Im Englischen wird OEM auch als Verb benutzt:
http://www.cnet.com/Resources/Info/Glossary/Terms/oem.html
