Kompetenzen

Kompetenzen erfolgreich managen

Schlüsselfähigkeiten die für ein erfolgreiches Betreiben des Geschäfts- und Handlungssystems erforderlich sind, lassen sich aus den Kernkompetenzen ableiten. Sie finden Eingang in die Anforderungsprofile, die als Grundlage für das Managen der Kompetenzen der einzelnen Akteure dienen.

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Durch die Kompetenzsystematik wird sichergestellt, dass die Fähigkeiten und Kompetenzen, die letztlich in die Anforderungsprofile eingehen, angemessen zueinander gewichtet und entscheidende Teilbereiche des Anforderungsprofils nicht vergessen werden.

Die vier Kompetenzkategorien

Für die Präzisierung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, mit folgenden Kompetenzkategorien zu arbeiten:

Fachkompetenz

  • Die Fachkompetenz beschreibt die Kenntnisse und Fähigkeiten einer Person im Hinblick auf ein Tätigkeitsfeld (Fachwissen). Hierzu gehört die Kenntnis bestimmter Zusammenhänge und Hintergründe ebenso wie die Fähigkeit, aufgabenbezogene Probleme zu erkennen, zu verstehen, zu beschreiben und zu analysieren. Ein Verkäufer sollte über sein Produkt, das Produktumfeld sowie Neuerungen und aktuelle Veränderungen Bescheid wissen.

Methodenkompetenz

  • Methodenkompetenz beschreibt die Fähigkeit, Instrumente und Vorgehensweisen, die für die Erfüllung eines Tätigkeitsbereiches erforderlich sind, anwenden zu können. Für das Beispiel eines Verkäufers bedeutet dies etwa, dass er die Verkäufersoftware und Akquisitionsinstrumente beherrscht und Techniken zur Vor- und Nachbereitung von Verkaufsgesprächen einsetzt.

Soziale Kompetenz

  • Soziale Kompetenz umfasst Fähigkeiten, die das Verhalten einer Person gegenüber anderen, seien es Kunden, Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzte, charakterisieren. Hierzu gehören Kommunikations- und Kontaktverhalten, Empathie sowie die Fähigkeit, produktiv Kritik zu üben oder darauf zu reagieren. In global agierenden Unternehmen ist die Kompetenz, in interkulturellen Zusammenhängen denken, handeln und mit Partnern aus anderen Kulturkreisen zusammenarbeiten zu können von großer Bedeutung.

Selbstkompetenz

  • Unter Selbstkompetenz werden die Selbststeuerungsfähigkeiten einer Person verstanden. Das ist beispielsweise die Fähigkeit, sich selbst motivieren und produktive Kritik auf eigenes Verhalten übertragen zu können. Aber auch Fähigkeiten der Selbstreflexion und der Anpassung an veränderte Umgebungsbedingungen gehören hierzu. Selbstkompetenzen führen meist zu einer größeren Frustrationstoleranz und damit zu einer höheren Belastbarkeit, aber vor allem auch zu einer umfassenderen Lernbereitschaft.

Strategieverwirklichungskompetenz

Die Kompetenz zur Strategieverwirklichung ist eine fünfte Kategorie, die auf den anderen vier Kompetenzen aufbaut. Akteure mit dieser Kompetenz sind in der Lage, ihr persönliches Handeln wirksam mit anderen Akteuren abzustimmen und bewusst an der Vorstellung von der künftigen Organisation zu orientieren. Daraus entsteht individuelles Handeln, das die Organisation auf dem Entwicklungspfad voran und so dem Zukunftsbild näher bringt.

Wird diese Kompetenz unternehmensspezifisch definiert und entwickelt, schlägt sie sich an allen Stellen des Unternehmens positiv im Sinne des K-Faktors nieder, weil Ziele des Geschäftssystems dann konsequent mit dem persönlichen Handeln verbunden werden.

Besonders für Führungskräfte ist die Strategieverwirklichungskompetenz wichtig, da diese durch ihr eigenes Tun das Handeln anderer mehr oder weniger gezielt an der künftigen Organisation ausrichten können. Gerade bei ihnen hat diese Kompetenz aber noch eine weitere Dimension. Sie umfasst auch die Fähigkeit, die Geschwindigkeit im Vorankommen mit der Stetigkeit auf dem Entwicklungspfad zu vereinen.

Links und Literatur

  • ANWANDER, Armin: Strategien erfolgreich verwirklichen: Wie aus Strategien echte Wettbewerbsvorteile werden. Zweite, erweiterte Auflage. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2002. ISBN 3-540-42445-8.

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