IT-Management

Notwendigkeit eines IT-Management

"Management ist die schöpferischste aller Künste. Es ist die Kunst, Talente richtig einzusetzen."
Robert S. McNamara,
früherer Präsident der Weltbank

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IT-Leistungen, wie beispielsweise der Betrieb eines Rechenzentrums oder die Softwareentwicklung wurden in grossen Konzernen bis 1990 weitgehend eigenständig erstellt. Banken, Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen sind klassische Branchen, bei denen die IT-Leistungserstellung vollständig innerhalb des Unternehmens mit einem eigenen, umfassenden IT-Bereich durchgeführt wurde.

Globalisierung, zunehmender Wettbewerb und steigender Kostendruck zwingen Unternehmen heute dazu, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren, um erfolgreich am Markt zu bestehen. Nicht zur Kernkompetenz gehörende Aufgaben und Funktionen werden zunehmend an Spezialisten ausgelagert.

Und Offensichtlich zählen viele Unternehmen die IT nicht zu ihren Kernkompetenzen und brechen ihre Wertschöpfungskette in Bezug auf die IT-Leistungserstellung auf. Denn einer Studie von Pierre Audoin Consultants folgend, wird die Auslagerung von IT-Leistungen bis 2006 jährlich um bis zu 16 Prozent wachsen.

Beispielsweise haben die Deutsche Bank AG und ABB ihre Rechenzentren weitgehend an IBM ausgelagert. Die Deutsche Post, Deutsche Telekom und Siemens ihre IT-Abteilungen in eigene Gesellschaften ausgegliedert.
Unternehmensziele bei der Auslagerung von IT-Leistungen sind vor allem signifikante IT-Kostensenkungen und die Variabilisierung der IT-Kosten bei gleichem IT-Leistungsumfang hinsichtlich Funktionalität, zeitlicher Umsetzung und Risiko.

Hat sich ein Unternehmen dafür entschieden, die IT-Leistungserstellung zu großen Teilen auszulagern, muss eine Schnittstellenfunktion im Unternehmen verbleiben, um diese Ziele und die Anforderungen an den IT-Leistungserstellungsprozess sicherzustellen.
Das IT-Management stellt diese Schnittstellenfunktion dar.

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Die wesentlichen Aufgaben

Die wesentlichen Aufgaben des IT-Managements lassen sich in fünf Komponenten einteilen:

  1. Bei zunehmend ausgelagerten IT-Leistungen kommt der Personalauswahl für das im Unternehmen verbleibende IT-Management eine besondere Bedeutung zu. Gute Besetzungen sind BewerberInnen mit betriebswirtschaftlichem und technischem Hintergrund, zum Beispiel aus der Wirtschaftsinformatik oder DV-Kaufleute. Mehrjährige Projekterfahrung in übergreifenden IT-Projekten und gutes methodisches Wissen sind Anforderungen an MitarbeiterInnen im IT-Management, genauso wie gute Kommunikationsfähigkeit, sicheres Auftreten und die Fähigkeit zum pragmatischen Lösen von Problemstellungen.

  2. Ein weiterer wesentlicher Aufgabenbereich des IT-Managements ist das effektive und effiziente Investitions- und Ressourcenmanagement. Dabei muss das IT-Management Transparenz bezüglich der IT-Investitionen und IT-Kosten schaffen. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, die Beauftragung aller IT-Leistungen im IT-Management zu bündeln, einhergehend mit der übergreifenden IT-Budgetverantwortung.

  3. Darüber hinaus ist es die Aufgabe des IT-Managements die Zukunftsfähigkeit der IT-Landschaft des Unternehmens sicherzustellen. Dabei geht es einerseits darum, die verschiedenen Bereiche des Unternehmens bei der Erstellung von IT-Lösungskonzepten zu unterstützen und die technologischen Rahmenbedingungen zu definieren. Zum anderen liegt es in der Verantwortung des IT-Managements, bestehende IT-Lösungen entlang des Lebenszyklus von IT-Systemen und IT-Anwendungen zu überwachen.

  4. Das IT-Management hat auch die Sicherstellung des IT-abhängigen Geschäftsbetriebs zur Aufgabe. Dies umfasst die Definition von Qualitätsstandards für die Durchführung von IT-Projekten, wie auch die Sicherstellung effektiver Eskalationsprozesse in Fehlerfällen. Dazu zählen die Steuerung großer IT-Vorhaben und Projekte, sowie das Schnittstellenmanagement zwischen den verschiedenen Bereichen des Unternehmens und den IT-Dienstleistern. Vor diesem Hintergrund erstellt das IT-Management auch die Rahmenverträge für die ausgelagerten IT-Leistungen.

  5. Zur Sicherstellung des Unternehmenserfolgs und der zielgerichteten Verwendung der IT-Ressourcen definiert das IT-Management die IT-Strategie. Die IT-Strategie gibt die Rahmenbedingungen für das Management der Informationstechnologie eines Unternehmens vor und zeigt den Umfang und die Richtung zukünftigen Handelns auf, um langfristige Unternehmensziele zu erreichen. Dazu leitet sich die IT-Strategie grundsätzlich aus der bestehenden Geschäftsstrategie ab und umfasst die Entwicklung der IT-Infrastruktur, das Applikationsmanagement, das Innovationsmanagement, das Sourcing und die Investmentstrategie. Schliesslich kann eine an den Zielen der IT-Strategie ausgerichtete IT-Management-Scorecard als modernes Instrument zur Messung, Steuerung und Kontrolle eingesetzt werden.

Links und Literatur

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Frank Schwab erstellt.

  • Heilende IT. Probleme lösen, bevor sie entstehen. IT-Systeme, die sich selbst heilen, wenn sie sich unwohl fühlen und dazu noch melden, dass die Medizin gewirkt hat, wenn sie wieder gesund sind: Was wie Zukunftsmusik klingt, hat Siemens Business Services bereits in einer visionären Lösungsarchitektur konkretisiert. Das Heilmittel heißt Auto Immune Systems. Zentrale Komponenten der Lösung sind die Selbstheilung und aktive Immunisierung durch selbstlernende Prozesse. ...mehr
  • Für IT-Profis steht fest: IT-Management ist unverzichtbar, um PCs, Server und Netze effizient zu verwalten. Es stellt sich jedoch die Frage: Wie lässt sich ein durchgängiges und umfassendes Management-System mit möglichst wenig Aufwand und schnellem Return on Investment realisieren? Eine neue Generation von Lösungspaketen aus Software und Services sorgt für den unkomplizierten Einstieg. Mehr erfahren Sie im Artikel IT-Management ja - aber bitte möglichst effizient.
  • Angesichts vielfältiger Bedrohungsszenarien für die Unternehmens-IT, ist Sicherheit mittlerweile eine wichtige Management-Aufgabe. Managed Security Service Provider wie Siemens Business Services helfen mit Virus Protection Services bei elektronischem Schädlingsbefall und sorgen mit umfangreichen Security-Dienstleistungen für optimale IT-Sicherheit. Lesen Sie mehr im Artikel Virus Protection gegen Immunschwäche der IT-Landschaft .

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