Ideenmanagement - Gesucht und gefunden

Jede Menge gute Ideen

Kreativität ist die Schlüsselressource der Zukunft. Ganz oben bleiben Unternehmen nur mit einem reichen Schatz an Ideen, mit kontinuierlich kundenfokussierten Verbesserungen sowie mit geglückten Innovationen. Ein unbürokratisches Ideenmanagement ist eine nie versiegende Quelle auf dem Weg zu diesem Ziel.

Wie innovative Ideen entstehen? Zunächst braucht es dazu eine gute Basis: eine offene Unternehmenskultur und ein innovationsfreundliches Klima, aufbauend auf Risikobereitschaft, stetigem Lernwillen und einer hohen Fehlertoleranz. Danach geht es ganz schnell um inspirierende Prozesse und kreative Möglichkeitsräume. Die besten Ideengeber sind übrigens die Mitarbeiter und die Kunden.

Wer Neuerungen systematisch entwickeln will, gestaltet zum Beispiel:

  • Innovationsworkshops gemeinsam mit Kunden, so dass nicht nur das Unternehmen profitiert, sondern auch die Kunden voneinander lernen
  • Kreativ-Thinktanks unter fachkundiger Leitung mit passenden Kreativtechniken an einem kreativen Ort außerhalb der Firma
  • regelmäßige, ausgedehnte, informelle Kreativ-Frühstücke mit Brainstormings, am besten in einem speziellen Kreativraum
  • einen Ideen-Jahrmarkt, wo die Mitarbeiter ihre wildesten Ideen präsentieren und bewerten können
  • eine Kreativ-Zone im Intranet mit Foren, Innovations-Blog und Ideen-Wiki.

Die interaktiven Web 2.0-Technologien haben das behäbige betriebliche Vorschlagswesen mit seinen bürokratischen Gremien und zähen Bewertungsverfahren schon weitgehend abgelöst. Viele Firmen nutzen inzwischen Corporate Wikis als Wissensplattform, um alle interessierten Mitarbeiter auf basisdemokratische Weise an einem kontinuierlichen Ideensammeln, Bereichern und Bewerten teilhaben zu lassen.

Yes-butter oder Why-notter?

Gute Ideen sind sehr zerbrechlich. Ihnen und ihren Schöpfern weht oft eine steife Brise entgegen, weil sie sich gegen so viele Bremser und Schwarzseher zur Wehr setzen müssen. Jede Veränderung hat ja bekanntlich Beteiligte, Beleidigte, Betroffene und Befürworter. Sie beinhaltet Erfolgsaussichten und Risiken, setzt Hoffnungen und Befürchtungen frei. Sie erfordert zunächst Einsicht, dann loslassenden Abschied von lieb gewonnenen Routinen und schließlich Aufgeschlossenheit für Neues. Doch Mutlosigkeit oder Machtspielchen ersticken oft jegliches kreative Denken im Keim.

In manchen Unternehmen hat es schon Tradition, dass die erste Reaktion auf einen Vorschlag immer negativ ist. Dort sind es die Bedenkenträger, die sich als erstes lautstark zu Wort melden (dürfen), die überall Gefahren wittern und jeden noch so guten Vorschlag zerreden. Ihr Blick geht gerne zurück in die gute alte Zeit. Die Ungewissheit der Zukunft macht ihnen Angst. Denn mit der Zukunft ist das so eine Sache: Sie hat die unangenehme Eigenschaft, uns über ihren Verlauf im Unklaren zu lassen.

Da alles Ungewisse eine Gefahr für Leib und Leben beinhalten kann, rückt Besorgnis darüber schnell in den Vordergrund und wird zumeist auch noch überbewertet.

Klären Sie also ruhig einmal per einfacher Strichliste:Wie oft reden wir hier über das, was nicht funktioniert? Und wie viel läuft denn wirklich schief? Wie viele Kunden sind denn tatsächlich schwierig? Um wie viel besser ist die Konkurrenz denn effektiv? Oder hat sie vielleicht nur die Beschäftigten mit der besseren Einstellung?

Engelsadvokaten vonnöten

Wer viele ‚Yes-butter‘ (Ja, aber …!) in seinem Team hat, lasse zunächst die ‚Why-notter‘ (Warum eigentlich nicht …!) agieren. Sie bekommen in einem Meeting als sogenannte ‚Engelsadvokaten‘ immer das erste Wort. Sie unterstützen eine Idee, finden zunächst das Gute darin und geben ihr so eine Überlebens-Chance. Nun sind zumindest schon mal zwei im Raum dafür, und Querdenker erhalten die so dringend nötige Rückendeckung. Der Chef sollte die sich entwickelnde Diskussion ruhig eine Weile laufen lassen, denn das bringt in aller Regel noch zusätzliche wertvolle Aspekte ins Spiel.

In ‚Wattebausch-Meetings‘ hingegen braucht es einen ‚Teufelsadvokaten‘, der allzu bereitwillige Zustimmung kritisch hinterfragt. Konsens-Entscheidungen sind nicht immer die besten, denn damit zähmt man selbst die mutigste Idee und schafft höchstens Allerweltslösungen. Mittelmaß ist allerdings vom Aussterben bedroht. Denn niemand will heute noch Mittelmäßiges kaufen.

Übrigens kann die Funktion des Engels- beziehungsweise Teufelsadvokaten von den Meeting-Teilnehmern im Wechsel ausgeübt werden. So lernt jeder, pro und kontra zu spielen, also mal Bremser und mal Treiber zu sein.

Eine Ideenbank einrichten

Interessante Ideen aus Besprechungen und Kreativ-Workshops, Anstöße aus Reklamationen, Anregungen aus Mitarbeiter- und Kundenbefragungen, passende Impulse aus den Medien, dem Web, von Messen und Trendreports sowie alle Verbesserungsvorschläge gehören in eine zentrale Ideenbank, auch wenn es gerade keine Verwendung dafür gibt.

Eine Ideenbank funktioniert wie ein Sparkonto: Bei Bedarf lässt man sich etwas auszahlen, anderes bleibt als Einlage für später liegen. Solches Vorgehen reduziert auch verständlichen Mitarbeiter-Frust, wenn deren Ideen nicht gleich an die Reihe kommen.

Die Ideenbank wird periodisch ausgewertet. Passende Einfälle werden den einzelnen Produkten, Prozessen oder Kundengruppen zugeordnet. Brauchbare Anregungen werden weiter entwickelt, getestet und dann möglichst zügig umgesetzt, um immer wieder neue Begeisterungs-Chancen zu kreieren, Kundenloyalität zu bewirken und positive Mundpropaganda anzustoßen.

Ideenfindung mithilfe des Social Web

Der einfachste Weg zu guten Ideen? Laden Sie die Fans auf Ihren Social Media Präsenzen zum Ideen-Storming ein. Oder stellen Sie Ihre Ideen dort zur Diskussion. Im Web lassen sich heutzutage Vorschläge, Anregungen und Konzeptionen ganz einfach kommentieren, bereichern, bewerten und gewichten. Nutzen Sie dazu Umfragetools wie PollDaddy oder Twtpoll. Und lassen Sie sich auf Webseiten wie MySturbucksIdea, Dell-IdeaStorm oder Tchibo-Idee zu eigenen Ideenplattformen anregen.

Ein weiterer Weg: Stellen Sie Ihre brennenden Fragen der ganzen Welt. Open Innovation nennt man das dann. Auf Webseiten wie brainr.de oder brainfloor.com kann man zum öffentlichen Brainstorming einladen.

Wer solche Brainstorming-Portale nutzt, versorgt sich mit der kollektiven Intelligenz kreativer Querdenker. Denn die wertvollsten Ideen entstehen niemals im behüteten Drinnen, sondern an den Rändern einer Organisation und im wilden Draußen.

Sieben-Punkte-Checkliste

Wer auf die systematische Suche nach Ideen und Produkt- oder Service-Innovationen geht, kann dies in folgenden sieben Schritten organisieren. Mehr... 

Autorin

Anne M. Schüller
Management-Consultant
Expertin für Loyalitätsmarketing

Marketing Consulting
Harthauser Straße 54
D-81545 München

Office: +49 (0) 89 6423208
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