Innovationskraft gezielt entwickeln

Mischung aus Kreativität und Risikobereitschaft

Eine erfolgreiche Belegschaft muss eine gute Mischung aus Kreativität und Risikobereitschaft besitzen

Von Firmen wird viel erwartet – ihre Mitarbeiter müssen erfolgreich sein. Da das so ist, bezeichnet sich jeder gerne selbst als innovativ, risikobereit und kreativ. Aber ist das auch wirklich so? Es geht hier nicht um den oft wiederholten Hinweis „Seien Sie ehrlich, es rächt sich!“ sondern auch um eine Fragestellung, für die Personalberater und die Personalabteilungen ein offenes Ohr entwickeln müssen.

Innovativ zu sein ist sicher eine wichtige Eigenschaft für einen neuen Stelleninhaber, aber die Kehrseite wird oft nicht bedacht: Wenn ein Mitarbeiter voller Ideen ist und gleichzeitig bereit ist, auch das unternehmerische Risiko zu tragen, wird er neue Wege gehen, die ihn dazu bringen, es auf eigene Faust zu schaffen – er kündigt. Und die Suche beginnt erneut.

Hätte IBM in den frühen siebziger Jahren ihre fünf Mitarbeiter besser gefördert, wäre SAP heute eine erfolgreiche Tochter und kein Konkurrent.

  • Wie können innovative Köpfe gehalten werden?
  • Wie kann die Innovationskraft „frisch“ bleiben?

Nach zwei Jahren sinkt die Bereitschaft für das Ideengeben dramatisch. Also war es doch gut für Herrn Plattner die eigene Unternehmung zu gründen. Für den Südwesten sowieso.

Weiß das der Personalleiter?

Ihr Profil: Sie sind innovativ, kreativ und besitzen unternehmerisches Denken und Handeln. „Ich mache seit Jahren meine Arbeit gut und gründlich.“ Diesen Satz werden Sie in keinem Bewerberhandbuch finden. Denn wer das sagt oder gar schreibt, gilt auf den ersten Blick als graue Maus und ist entbehrlich.

Auch hier wird die andere Seite der Medaille nicht gesehen: Das macht das Rückgrat der Organisation aus. Ohne diese Arbeitnehmer geht es nicht. Es wird ohne sie nicht etwas schlechter, sondern „alle Räder stehen still“.

Weiß das der Personalleiter?

Genius is one per cent inspiration...

"Genius is one per cent inspiration, ninety-nine per cent transpiration" (Thomas A. Edison)

„Genius is one per cent inspiration, ninety-nine per cent transpiration“ [Genie ist ein Prozent Inspiration, 99 Prozent Transpiration (also schlicht Schweiß)], soll Thomas A. Edison einst gesagt haben. Wenn er es nicht wusste, wer dann? Ohne die kontinuierliche Erledigung der wiederkehrenden Arbeiten wird keine Firma auf Dauer Erfolg haben. Die innovativen „dotcoms“ sind größtenteils verschwunden, die als Dinosaurier bezeichneten DAX Unternehmen sind noch alle da.

10 Erfinder, aber keiner denkt an die Stromrechnung und die Miete. Wie muss sie also aussehen, die erfolgreiche Belegschaft? Sie muss eine gute Mischung aus Kreativität und Risikobereitschaft besitzen.

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Die Matrix

Wie man das herausfinden kann, zeigt ein Instrument mit einem ganzheitlichen Trainingskonzept aus dem Südwesten. Es ist seit 2006 auf dem deutschen Markt und wird exklusiv von der Firma BIT Bittner International Training aus Badenweiler vertrieben.

In einer Matrix mit der x-Achse Kreativität und der y-Achse Risikobereitschaft, werden acht Orientierungen vergeben. Diese sind:

  • Der Herausforderer, der „heilige Kühe“ aufdeckt.
  • Der kompromissbereite Praktiker.
  • Der Umgestalter mit vielen Ideen.
  • Der (meistens) beliebte Veränderer.
  • Der friendensstiftende Neugestalter.
  • Der Planer mit vielen Lösungen.
  • Der Erhalter als Rückgrat der Organisation.
  • Der sehr kreative Träumer.

Dies ist der erste Schritt, denn diese Ausprägungen bestimmen sich aus einem Zusammenspiel von sieben Treibern. Glaubwürdigkeit, die Steh-auf-Mentalität und die Selbstakzeptanz bestimmen die Risikobereitschaft. Mehrdeutigkeit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Einzigartigkeit sorgen bei der Kreativität für die Bestimmung der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Kreativität.

Wenn der Test völlig zufrieden stellend verlaufen ist, ist an dieser Stelle Schluss. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es die Möglichkeit an einem, auch durch die elektronischen Medien gestütztes, Training teilzunehmen.

Freude an Nacktschnecken

Für Stellensuchende bietet sich beispielsweise die Möglichkeit ihre Einzigartigkeit deutlich hervorzuheben. Natürlich sollte das comme il fault nicht beiseite geschoben werden. Freude an Nacktschnecken ist nach wie vor Privatsache.

Auch die Personalverantwortlichen können sich überlegen, wen sie wirklich für die Stelle benötigen. Einen Herausforderer oder einen Träumer? Die acht sind aber nicht gleich verteilt. Einen Träumer zu finden wird ungleich schwerer sein als einen Veränderer zu bekommen. Und es gibt Synergien: Wenn das unentdeckte Potential eines Träumers durch einen Herausforderer richtig gefördert wird, kann diese Duo dem kompromisslosen Umgestalter durchaus überlegen sein.

Um die Schulung dieser sieben Treiber geht es bei Creatrix. Wenn diese gezielt verändert werden sollen, kann sich der Träumer bildlich gesprochen eine Scheibe Praktiker abschneiden und er wird in Zukunft seine Ideen besser umsetzen können und braucht keinen Herausforderer mehr. Dies ist insbesondere für Teams wichtig: Beispiel: ein hochinnovatives Team ist von der Teamleiterin, einem Herausforderin, abhängig. Wenn sie geht, können die anderen Teammitglieder plötzlich nicht mehr wie gewohnt gute Arbeit leisten, weil sie fehlt.

Wer das Konzept kennt, hat einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Nur mit einer Landkarte und der Kenntnis des Ausgangspunktes kann ich meine berufliche Entwicklung in die richtige Richtung lenken.

Seit Jahren arbeitet Frau Prof. Jacqueline Byrd, wie bereits ihr Vater seit 1974, erfolgreich mit dieser Methode. Jeder Interessierte kann an einem Internet-Test teilnehmen und Fragen online beantworten. Wenig später wird eine mehrseitige Auswertung über die  persönliche Risikobereitschaft und die Kreativität an die angegebene E-Mail gesandt.

Links und Literatur

Zum Autor: Nikolai Schasiepen, Jahrgang 1967, ist Volks- und Betriebswirt und Mitarbeiter bei BIT Bittner International Training.

Zum Unternehmen: Die Firma BIT Bittner International Training in Badenweiler wird von Hans-Harry Bittner geleitet. Bittner, Jahrgang 1958, ist Trainer und Moderator. Er gibt Einzel- und Teamcoachings, Führungstrainings sowie Vertriebs- und Kommunikationsseminare. www.bittner-i-t.de

 

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